Ein Garten für Glühwürmchen
In warmen Sommernächten von Juni bis September können wir mit etwas Glück das Glimmen der Glühwürmchen beobachten. Wir sagen Ihnen wie Sie die Leuchtkäfer ansiedeln können, um die Lichtershow im eigenen Garten zu erleben.

Glück muss man haben − und Glühwürmchen!
Leuchtkäfer im Garten veranstalten die schönste, biologisch abbaubare Lightshow, die der Sommer zu bieten hat. Um den Johannistag herum fliegen die Glühwürmchen in lauen Nächten am liebsten. Ihre grünlichen Leuchtspuren tanzen dann aus der Vegetation hervor, allerdings muss man im Juni dann schon bis weit nach Beginn der Abenddämmerung aufbleiben, damit es auch richtig dunkel ist.
Beim Kleinen Leuchtkäfer sind es die Männchen, die fliegend Lichtzeichen geben, beim Großen die Weibchen, die dabei allerdings am Boden sitzen. Wenn es in Ihrem Garten also eine leuchtende Flugshow gibt, ist der Kleine Leuchtkäfer dort ansässig.
Die Larven der Glühwürmchen sind durchweg Räuber, die sich von kleinen Nackt- und Gehäuseschnecken ernähren. Damit sie es im Garten gemütlich haben und sich die erwachsenen Tiere als große Leuchte präsentieren können, brauchen sie also ausreichend Beutetiere. Daher sollte man es mit der Schneckenbekämpfung nicht übertreiben und lieber gezielt die dicken Nacktschnecken mit einer alten Gartenschere zerlegen, anstatt großflächig Gift zu verteilen und so auch die Beute der Käfer zu erwischen.
Feuchte Ecken mit Totholz, dichte Hecken und viel Staudenbewuchs am Boden schaffen das nötige Kleinklima für die Käfer und ihre Nahrung. Und alles muss aus: Gartenbeleuchtung irritiert die Tiere, selbst das Leuchten des Selbstauslösers an der Kamera für eine Langzeitbelichtung führt zum sofortigen Abschalten.

Der Text in diesem Artikel ist aus dem Buch:
Elke Schwarzer
Meise mag Melisse - Ulmer Verlag
Preis 16,95 Euro
ISBN 978-3-8186-0925-2
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